10 Jahre Kalangala e.V
Im Februar 2004 startete damals die erste Klasse. 25 Kinder aus dem Dorf waren vorher ausgewählt worden und warteten sehnsüchtig auf ihren Schulbeginn und den Umzug in ein neues Zuhause. Für einige von ihnen gab es bereits Pflegefamilien, die sich um sie kümmerten, für die anderen schufen wir ein neues Heim.
Die Bauarbeiten waren noch nicht ganz abgeschlossen, aber Schlafsaal, Klassenraum und Toiletten waren fertig. Die Küche war noch etwas provisorisch aber es konnte losgehen. Mit 2 Mitarbeiterinnen starteten wir und 25 sollten in den folgenden 10 Jahren folgen. Das Gelände füllte sich über die Jahre zunehmend mit Gebäuden und mittlerweile erinnern nur noch die einfachen Fensterläden des ersten Klassenraumtraktes daran, dass hier alles unter ganz einfachen Bedingungen seinen Anfang nahm.
Mittlerweile sind die Gebäude großzügiger und stabiler, die Ausstattung besser, die Versorgung mit Wasser und Strom professioneller. Eine Mauer und ein Wachmann sorgen für Sicherheit. Errungenschaften, von denen wir vor 10 Jahren kaum zu träumen wagten.
Aber noch immer gibt es viel zu tun – und dabei handelt es sich nicht um Luxus-Probleme, sondern weiterhin um existenzielle Fragen. Die anfangs errichtete Wasserversorgung muss verbessert und ausgebaut werden, wir brauchen mehr Platz für die Kinder zum Schlafen, Lernen und Spielen. Und auch für unsere MitarbeiterInnen müssen wir etwas tun. Denn die leben teilweise unter sehr einfachen Verhältnissen. Aber vor allem möchten wir uns weiterhin gut um unsere Schützlinge kümmern und sie auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleiten. Dazu gehört die Förderung ihrer Berufsausbildung ebenso wie die Unterstützung bei der Wohnungssuche. Nicht immer finden wir geeignete Unterkünfte für die frischgebackenen HandwerkerInnen.
In diesem Jahr widmen wir uns intensiv dem Thema Wasser. Wasser ist die Grundlage so vieler Dinge: Hygiene, Kochen, Ackerbau… Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, müssen wir hier in neue Systeme investieren, die Kapazitäten ausweiten und Prozesse optimieren. Der Bau einer Wasserfilteranlage soll die bestehenden Wassertanks optimieren, ein Brunnen auf unserem Gelände soll den Zugang zu Wasser weiter erleichtern. Im nächsten Jahr möchten wir uns dann unseren landwirtschaftlichen Flächen widmen und z.B. durch Bewässerung und gutes Saatgut, Fortbildung unserer Gärtner und verschiedene Projekte zur nachhaltigen Landwirtschaft die Selbstversorgung des Center of Interest weiter fördern.
Ihr seht, die Aufgaben gehen uns nicht aus und es gibt auch für die nächsten 10 Jahre noch genug zu tun.
Wir freuen uns auf all das, was die Zukunft noch bringt und sagen DANKE für 10 wundervolle Jahre.
